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Steuerverrechnung

Werden bei einer Rechnung AZs mit verschiedenen Mehrwertsteuersätzen abgezogen, so ergibt sich für die Mehrwertsteuer das Problem, dass entweder zuviel oder zuwenig Mehrwertsteuer angezahlt wurde, wenn man den Steuersatz der Schlussrechnung ansetzt. Diese Steuerdifferenz wird in der Zahlungstabelle und in der Rechnungstabelle automatisch verrechnet. Der Mehrwertsteuerbetrag entstpricht dann nicht mehr dem Prozentsatz, welcher der Rechnung zugrunde liegt. Der Betrag kann dabei sogar negativ werden.
Soll diese Verrechnung nicht automatisch vorgenommen werden, kann der Schalter „Mehrwertsteuer nicht verrechnen“ bei den Eigenschaften der Endsumme angehakt werden. Der Mehrwertsteuerbetrag entspricht dann wieder dem Basissatz der Rechnung. Die Korrektur der unterschiedlichen AZs muss dann jedoch manuell erfolgen.
Bei Fragen zur allgemeinen Behandlung von Abzügen mit verschiedenen Mehrwertsteuersätzen informieren Sie sich gegebenenfalls bei Ihrem Steuerberater, da dieses Thema schnell komplex werden kann.

Mehrwertsteueränderung auf 16 %

Die neuen gesetzlichen Vorgaben sehen vor, dass Rechnungen mit Leistungsdatum zwischen 01.07.2020 und 31.12.2020 mit einem reduzierten Steuersatz von 16 % anstatt der bisher gültigen 19 % abgerechnet werden.

Dies kann in Callico recht einfach umgestellt werden. Hierzu beachten Sie bitte folgende Punkte :

  1. Machen Sie zuerst ein Update von Callico über den Callico-Updater 2019. Damit gehen Sie sicher, dass Sie die aktuellste Version von Callico haben. Sie erkennen dies daran, dass oben in der Titelleiste die Version 4.35 angezeigt wird. Den Callico-Updater 2019 finden Sie entweder als Symbolbild auf dem Bildschirm oder über das Windows-Menü.
    HINWEISE ZUM UPDATE :

    • Machen Sie vor dem Updaten unbedingt eine Datensicherung.
    • In Netzwerken müssen alle Arbeitsplätze sowie ein laufender Mobilserver während des Updates verlassen werden. Während des Updates kann nicht parallel an einem anderen Platz gearbeitet werden.
    • In einem Netzwerk müssen immer alle Arbeitsplätze upgedatet werden, damit diese den gleichen Programmstand benutzen.
    • Wenn Sie nicht sicher sind, stimmen Sie das Update mit Ihrem HCS-Support ab.
  2. Die vorgegebene Mehrwertsteuer für zukünftige Dokumente stellen Sie ein, indem Sie oben die Karteikarte Stammdaten auswählen und dann den Schalter „Firmenstammdaten“ auswählen. Dort wählen Sie nun die Karteikarte „Steuer“ und tragen im Feld „Mehrwertsteuer %“ den Wert 16 ein. Alle zukünftigen Dokumente werden dann mit 16 % Steuer vorbelegt.
  3. Für bestehende Dokumente kann der voreingestellte Mehrwertsteuersatz ebenfalls geändert werden, wenn dies gewünscht wird. Hierzu muss die Endsumme des Dokuments mit der rechten Maustaste angeklickt werden. Es erscheint dann, wie bekannt, der Bearbeitungsdialog für die Endsumme. Dort finden Sie oben im Bereich „Skonto“ den Schalter „Mwst“. Klicken Sie darauf und tragen Sie den gewünschten Mehrwertsteuer-Prozentsatz für die Rechnung ein.
  4. Bei Abzügen von der Rechnung durch AZs sollten nun unbedingt die Rechnungstabelle und die Zahlungstabelle am Ende der Summe eingeblendet werden. Dies geschieht durch Anhaken der entsprechenden Schalter ganz oben rechts in derselben Maske (Bearbeitung der Endsumme).
  5. Diese Schalter werden nun bei neuen Rechnungen automatisch aktiviert, wenn AZs vorhanden sind.
  6. Netto-AZs sind ab sofort nicht mehr zulässig, da dabei die enthaltene Mehrwertsteuer nicht nachvollziehbar ist. Die AZs werden daher in Callico in Zukunft immer vom Brutto abgezogen und in der Tabelle ausgewiesen.
  7. Bei AZ-Abzügen in der Rechnung wird nun immer der Netto- und der Bruttobetrag (und ev. das gewährte Skonto) als Vorgabe geholt, da sonst ja nicht die enthaltene Mehrwertsteuer ersichtlich wäre.
  8. Bei Rechnungen, welche selbst mit 16 % abgerechnet werden, die jedoch auch AZ-Abzüge mit 19 % Mehrwertsteuer haben, wird nun in der Rechnungs- und der Zahlungstabelle jeweils die Rest-Mehrwertsteuer ausgewiesen, welche natürlich geringer als 16 % sein muss, da ja bereits bei der AZ teilweise 19 % Mehrwertsteuer, also zu viel, bezahlt wurde. Dies ist korrekt und so gewünscht. Die nun zu korrigierende Mehrwertsteuer der Ursprungsbelege muss natürlich in der Buchhaltung in den entsprechenden Monaten entsprechend berücksichtigt werden, was aber mit der Bedienung in Callico nichts zu tun hat.
  9. Nutzen Sie den Export von Rechnungssummen in die Buchhaltung z.B. über das DATEV- oder das CSV-Format, klären Sie mit Ihrem Buchhalter, ob die Erlöskonten für den Export bestehen bleiben, oder ob sich diese im Zuge der Mehrwertsteuerumstellung ebenfalls ändern. Sofern sich ab Juli andere Erlöskonten ergeben, können diese problemlos in der Export-Maske geändert werden. Sollten sie die Daten wöchentlich übergeben, so müssen Sie in diesem Fall zwei separate Exporte starten, einen bis Ende Juni mit den alten Erlöskonten und einen ab Anfang Juli mit den neuen Erlöskonten.
  10. Beim Drucken von Dokumenten mit Datum zwischen 01.07.2020 und 31.12.2020 und Mehrwertsteuersatz 19 % erscheint eine Warnmeldung, welche Sie darauf hinweist, dass diese Einstellung vermutlich falsch ist. Sie können dann abbrechen und den Mehrwertsteuersatz ändern, oder trotzdem fortfahren, wenn Sie es trotzdem so haben wollen.
  11. Im Ladenmodul CADI von Callico bleiben die Bruttopreise weiterhin dieselben wenn der Ladenpreis verwendet wird, auch wenn die Mehrwertsteuer geändert wird, da die Preise ja auch so im Laden ausgezeichnet sind. Auf dem Ladenbon erfolgt dann der Ausweis einer geringeren Steuer und eines höheren Nettobetrags.